1. Arbeitstag

Ganz fix waren 9 freie Tage vorüber (na ja, momentan rast die Zeit eh).

Heute morgen dann das übliche Procedere – und dann der Schreck: mein Ehering war verschwunden. Dazu wäre zu wissen, dass dieser Ring ein kleiner Talisman für mich ist. Immer wenn ich nach Hause komme, nehme ich meine Uhr vom Arm, stecke den Ring in das Armband und verschließe dieses. Dann kommen Beide an immer denselben Ort. Die Uhr war da, der Ring war weg!

In aller Hast gesucht, nichts gefunden. Ich habe sogar den Badeimer durchforstet. Mein GG behielt wie immer die Ruhe in solchen Situationen und meinte: den werden wir schon finden.

Also zur Arbeit ohne meinen Talisman.

Wieder gefühlt 1000 Fahrradfahrer auf dem Weg. Noch auf dem Weg hörte ich in den Nachrichten, dass man in Berlin überlegt, den Fahrrädern ein Kennzeichen zu verpassen. Grund: Aggressives Fahrradfahren; viele Tote bereits in diesem Jahr. Ich empfinde es als Leichtsinnigkeit, weil viele Fahrradfahrer glauben, sie hätten irgendwie ein Vorrecht.

Im Büro angekommen, wie fast üblich am Montagmorgen, Systemabsturz, nichts ging, die Heizung lief nicht, ich blieb in meiner Jacke. Erstmal Kaffee und Tee kochen, damit ein wenig Wärme in den Körper kam, und die Stullen, die mir mein Mann jeden Morgen zubereitet, gefuttert.

Dann ging es halbwegs mit der Arbeiterei.

Bei einer Pause auf dem Hof bemerkte ich so einen komischen Typen, der immer auf den angebrachten Aschenbecher starrte, sich aber nicht an mir vorbeitraute. Ich dachte so, geh mal ein paar Schritte weiter – und zack klappte er den Ascher auf und holte sich die Kippen raus.

Zwischendurch rief mein Mann an und gab Entwarnung – der Ring lag unter dem Schrank ……. na Gott sei Dank, und es hat plumps gemacht.

Kurz vor Feierabend klopfte es an meiner Tür:

6 Polizist*innen (SEK offenbar) schauten hinein und fragten, wo sich denn Platz X befände, von welchem es gerade Net-Alarm gegeben hätte. Konnte ja nur das B-Amt sein, weshalb ich ihnen die entsprechende Auskunft erteilen konnte.

Ich dachte nur, das wird hier immer „besser“, habe meinen Schreibtisch abgeschlossen, den PC runtergefahren und bin zu meinem Auto geeilt. Bloß weg da.

Muss ich wirklich nicht haben.

Ein Gutes hatte der Tag: das Benzin kostete nur 1,32 € pro Liter. Der Tank war überfällig – alles alles gut.

Schöne Grüße!

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Autor: rosemarysbaby

Hier ist nicht viel zu sagen. Außer, dass es jetzt einen Kater namens Charlie gibt, der all unsere Aufmerksamkeit benötigt und die Liebe meines Mannes genießt - in vollen Zügen. Deshalb habe ich nicht mehr so viel Zeit für mein Blog-Leben 😺😽😿😻😼

15 Kommentare zu „1. Arbeitstag“

  1. Ich habe das Gebirge von deinem Herzen fallen hören, als dein Göttergatte dir mitgeteilt hat, dass er den Ehering wiedergefunden hat. Das hat ganz schön laut gepoltert. 😉

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  2. Hauptsache der Ring ist da,
    Verwirrung bringt das SEK.
    Der Sprit für 1,32 ist recht teuer,
    bedanke dich beim Herrn Scheuer,
    bald darfst du noch sehr viel mehr zahlen.
    Es sei denn, sie gehen ander aus, die nächsten Wahlen.
    Jetzt ist es hier aber gut,
    sonst verlierst du noch den Mut,
    Die Woche hat gut begonnen,
    mit Kaffee und Tee hab ich vernommen.
    Morgen läuft es sehr viel besser,
    sonst öffnet sich in der Hose das Messer.
    Ich wünsche dir einen ruhigen Dienst,
    so wie du ihn halt verdienst.

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  3. Na so viel Messer ist nicht in meiner Hose —— LOL. Danke aber für den feinen und gut gereimten Zuspruch.

    Nö, Heaven, Sprit lag in Berlin in den letzten Wochen über 1,50 – also deshalb schrieb ich, er war ganz günstig.

    Danke.

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  4. Du bist so ehrlich und das tut wirklich gut in einer Zeit, wo viele meinen sie haben die Welt für sich persönlich gepachtet und unterliegen nur Ihren ganz eigenen Wert-Urteilen. Eigentlich ganz schlecht in dieser Zeit, aber für manche völlig normal, dass der eigene Bauchnabel die einzige Perspektive für sie ist…

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  5. Dann hast Du Glück gehabt. M. meinte letztens, als wir in den Pilzen waren, dass er bei 1,50 getankt hatte. L. meinte, wir kämen demnächst über 1,60. Deswegen war ich ziemlich zufrieden.
    Bei uns direkt an der Arbeit lag der Preis bei 1,36 – das waren knappe 800 Meter und natürlich auch ein anderer Anbieter. Immerhin 4 Cent pro Ltr. gespart.

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  6. Danke.

    Manche Menschen, gerade die jüngeren, verstehen wohl die Welt nicht mehr. Sie verstehen nicht, warum sie nicht so weiterleben dürfen, und verdrängen die Gefahren. Lieber lesen sie Nachrichten darüber, dass alles nicht so schlimm wäre, und nehmen das sehr gern an – ist ja auch einfacher, als sich mit der Realität auseinanderzusetzen. Das wurde ihnen doch schon zu Kindesbeinen gewährt.

    Und dann gibt es noch die ganz Anderen, die sich sagen: ich lebe nur einmal, und zwar nur heute, und das will ich jetzt haben, koste es, was es wolle. Nach mir die Sintflut.

    Ich frage mich immer wieder, ob wir früher auch so waren oder gewesen wären.

    Ich denke, es liegt auch an den unterschiedlichen Generationen und wie man seine Nachfahren erzogen hat. In den spätestens 1990er Jahren fing es mit dem vielgepriesenen antiautoritären Erziehungsverhalten an.

    Das hat sicherlich auch seine guten Seiten, aber letztendlich kommen die wahren Werte, die uns unsere Vorfahren und auch gebildete Menschen gelehrt haben, immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

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  7. Der Witz war: an der Prenzlauer Allee, und ausgerechnet bei S.e.l, der sonst teuersten Tankstelle in Berlin, lag der Preis bei 1,29.

    L. meinte, da müssten die gerade in der Minute umgestellt haben (war noch mal ca. 1,5 km weiter).

    Und kurz vor meinem Zuhause ……… wieder 1,39 – also die springen sowieso hin und her. Wahrscheinlich haben die den Verkehrsfluss auf einem Radar und können das genau regulieren – denke ich mir zumindest.

    Tanken müssen wir ja sowieso – weißt ja das mit cest und so. Bin müde und werde wohl gleich abtauchen. Auftanken geht bei mir heute nicht mehr 🥱

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  8. Du hattest eine letzte Füllung — womit, wenn ich fragen darf ……….. 😁😁😁😁😁
    für heute aber genug der Scherze. Aber, auch wenn ich den Interpreten absolut nicht mag … trotzdem! LG

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  9. So wie es sich hier liest, war dein erster Arbeitstag wieder ziemlich spannend und bezüglich dem Ehering geht es mir ähnlich wie dir und klasse, dass er wieder gefunden wurde.
    Na denn wünsche ich dir noch eine gute, nicht weiterhin zu stressige Woche und grüß dich ganz lieb. 🍀🌼

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  10. Danke, liebe Hanne. Das war er, heute der nächste, und ab morgen trotz Corona für drei Tage in die Fortbildung. Ich bin froh, wenn das WE heran ist. Ich grüße Dich ganz lieb zurück. 🌻

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