König Charlie :))

Hier nun nach drei Wochen der erste Bericht.

Die „Übernahme“ war relativ simpel, obwohl ich selbst doch sehr aufgeregt war an diesem 4.11. Hatte noch Kuchen gebacken und alles für den neuen Hausherren vorbereitet – also für seinen Empfang. Nach Feierabend meines Sohnes trafen dann die Vorbesitzerin, ihr Freund und mein Sohn samt dem schwarzen Kater bei uns ein. Schnell raus aus der Transportkiste, suchte er sich sofort eine sichere Ecke bei uns im Wohnzimmer. Auf seine wichtigsten Ecken und Kanten und Gewohnheiten hingewiesen, incl. Notizen zu Futtergewohnheiten etc., gingen die
drei nach einer Stunde wieder, wobei weder mein Mann noch ich ein einziges Stück von dem frischgebackenen Kuchen abbekommen hatten ;).

Nun hieß es, aufpassen und Obacht geben. Aus seiner Ecke kam er nur sehr zögerlich hervor; große Kulleraugen schauten uns entgegen. Der Einzug erfolgte letztendlich doch recht spontan, so dass wir zwar die alte Katzentoilette, etwas Futter und auch Streu mitgeliefert bekamen, aber es gab noch keinen richtigen Platz für ihn. So legte ich ihm abends eine meiner Kuscheldecken zum Schlaf hin – und dabei erfolgte dann das erste kleinere Malheur — schmunzel, war schnell weggeräumt und die Decke in der Waschmaschine gelandet. Kein Problem. Noch zwei Kötzeleien in den nächsten beiden Tagen – dann war er angekommen.

Sehr aufmerksam, sehr gut erzogen, von wegen nicht schmusefreudig, fordert seine Zeiten ein, und er hat noch nicht einen einzigen Gegenstand zerlegt oder zerstört – gar nichts.

Das Allerbeste: er ist schon der Liebling meines Mannes, der ist völlig vernarrt in das Tier – ich glaube, da habe ich gar keine Chance mehr 😉 (besser so als anders herum).
Morgens um 6.00 Uhr steht er pünktlich vor dem Bett meines Mannes und maunzt ganz leise: ich habe Hunger! Da mein Mann eh ein Frühaufsteher ist, trotz seines Pensionslebens seit April, gefällt ihm dieser Tagesablauf nun besonders gut, da er ja wieder einen Grund hat, so früh aufzustehen …. und jetzt nach Ende der Gartensaison eine weitere Aufgabe.

Wenn ich es zusammenfasse, hätte es das Katerlein, das am 11.11.2018 laut Impfpass 11 Jahre alt wurde, nicht besser treffen können. Noch ruht er sich von den Strapazen der letzten Jahre bei uns aus, aber ich heize ihm täglich auch etwas ein, was die Bewegung betrifft. Da er sehr gern frisst und mein Mann in dieser Hinsicht noch etwas Übung benötigt, versuche ich, viel mit Charlie zu spielen, auch wenn er sich mal wieder hingelegt hat und „pennen“ will.

Im Moment sitzt er übrigens hinter mir auf dem Schreibtischstuhl, zum Glück ist mein Hintern nicht ganz so voluminös ;), so dass wir beide d’raufpassen.

Und hier eine kleine Auswahl der Aufnahmen: viel Freude und beste Grüße. Rosy

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Manchmal … muss es der Mann sein

und nicht meine Liebe zu Katzen (schnief) …… denn

es hat sich Folgendes abgespielt. Von Anfang an wusste mein Mann, dass ich eine absolute Katzennärrin bin. Ja, dem ist so. Er hat immer gesagt, dass er Tiere liebt, aber kein eigenes Tier im Haus haben möchte. Durch unseren Sohn haben wir aber über die Jahre Meerschweinchen und Wellis gehütet, und im Endeffekt haben alle Tiere meinen Mann geliebt – ich glaube, die merken das, wenn einer zwar nicht will, aber dennoch da ist und sie sehr „pflegt“. Ist auch immer im Urlaub so gewesen, wenn so ein Tierchen da war, war mein Mann derjenige, der am dichtesten dran war.

Nun hatten wir an einem Wochenende so lange geredet, dass er zustimmte, eine Katze ins Haus zu holen – oh, was war ich aufgeregt und erfreut.
Mein Sohn sagte einst: wenn du „Hilfe“ benötigst, sag es mir einfach, ich kümmere mich dann … gesagt, getan. Zufälliger Weise hat er einen Freund, dessen Freundin einen Kater abzugeben hatte, der zwar schon 11 Jahre alt ist, aber in der gewohnten Umgebung nicht mehr klar kam (neuer Hund, neue Kätzchen usw.) – soll in Einzelhaltung umwandeln. Na klar, Bilder bekommen, sofort verliebt und JA, ich nehme ihn, gesagt.

Und dann kommt die Realität ins Spiel – nämlich mein Mann. „Ja, ist in Ordnung, nimm ihn. Aber denke daran, dass das dann deine Katze ist, und nicht meine. Ich werde mich nicht kümmern. Du weißt, dass wir die gesamte Wohnung renovieren wollen; das wäre aber überflüssig, denn so ein Tier kennt keine Grenzen.“

Ich habe eine Nacht darüber geschlafen und mir das Leben mit dem 11jährigen Kater vorgestellt – das arme Ding. Charlie heißt er übrigens.
Dann hat meine Vernunft eingesetzt und gesagt: Rosy, was ist dir wichtiger?

Mein Mann ist seit einem halben Jahr auf Pension. Und er ist ein absoluter Wirbelwind – da komme nicht mal ich mit meinen 9 jüngeren Jahren hinterher.
Also lasse ich es so, wie es ist, und warte noch 2 Jährchen, ob es da eine kleine Einsicht gibt – und dann kommt ein Wollknäuel (so sagte er) daher, das dann erzogen wird und sich den häuslichen Gegebenheiten anpassen kann.

Traurig bin ich trotzdem immer noch, weil ich diesem hübschen Tier gern aus der Patsche geholfen hätte – auch aus meiner Liebe zu Katzen heraus. Wir werden sehen.

Hier die Bilder von Charlie, in den ich mich gleich verliebte (aber ehrlich gesagt, ich hätte mich wohl in jede Katze verliebt, deren Bilder ich bekommen hätte).

Viele Grüße und ein zauberhaftes Wochenende.

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